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Aufbruchsstimmung vor der IFFA 2022: neue Perspektiven für die Fleisch- und Proteinwirtschaft

12.05.2022

Die Aussichten für die Fleisch- und Proteinwirtschaft und ihre Zulieferer sind trotz schwieriger Rahmenbedingungen positiv. Die deutsche Produktion von Prozesstechnik für diesen Sektor ist im Jahr 2021 auf einen Höchstwert gestiegen, die Exporte lagen auch, trotz Pandemie, auf Rekordniveau. Auch das deutsche Fleischerhandwerk meldet eine hohe Investitionsbereitschaft. Auf der IFFA in Frankfurt am Main zeigen 860 Aussteller aus 44 Ländern Innovationen für die Verarbeitung, die Verpackung und den Verkauf von Fleisch – und zunehmend auch von alternativen Proteinen.

Eine der größten Nahrungsmittelbranchen trifft sich vom 14. bis 19. Mai auf der internationalen Leitmesse IFFA –Technology for Meat and Alternative Proteins – in Frankfurt am Main. Sechs Tage lang geht es um die sichere und nachhaltige Versorgung einer wachsenden Weltbevölkerung mit gesunden Proteinen – sei es Fleisch oder pflanzliches Protein. 860 Aussteller aus 44 Ländern stellen ihre Entwicklungen aus den letzten drei Jahren vor: Prozesstechnik für die Verarbeitung und Verpackung, Zutaten und Gewürze sowie Neuheiten für den Verkauf. Die traditionell hohe Internationalität der IFFA wird auch in diesem Jahr erreicht: 58 Prozent der Unternehmen kommen aus dem Ausland. Stark vertreten sind, nach den deutschen Firmen, Aussteller aus Spanien, Italien, den Niederlanden, Polen, Frankreich, Dänemark und den USA.

Die IFFA begrüßt Fachbesucher aus aller Welt vom 14. bis 19. Mai 2022 in Frankfurt am Main. (Quelle: Messe Frankfurt)
Die IFFA begrüßt Fachbesucher aus aller Welt vom 14. bis 19. Mai 2022 in Frankfurt am Main. (Quelle: Messe Frankfurt)

Wolfgang Marzin, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Frankfurt: „Die IFFA ist unsere zweite Messe, mit der wir nach langer Pause in ein intensives Messejahr 2022 starten. Wir freuen uns über den starken Zuspruch der Branche, die hier mit zukunftsweisenden Lösungen für die nachhaltige und gesunde Ernährung einer wachsenden Weltbevölkerung auftritt. Die IFFA kommt zum richtigen Zeitpunkt – das sagen uns alle Beteiligten: Es gibt wichtige Themen zu diskutieren und die Branche braucht den Innovationsschub für ihr Business. Mit dem neuen Thema der alternativen Proteine positioniert sich die IFFA als globale  Leitmesse, setzt ganz klar den Trend und spiegelt somit auch das aktuelle Konsumentenverhalten wider.“

Starker Auftritt der Branche auf ihrer wichtigsten Plattform

Aktuelle Kennzahlen zeichnen ein positives Lagebild der Fleisch- und Proteinwirtschaft: Wie der zuständige Fachverband im VDMA berichtet, ist die deutsche Produktion von Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen im Jahr 2021 um sieben Prozent gestiegen und erreicht damit fast wieder das Vorkrisenniveau von 2019. Eine starke Inlandsnachfrage und der außerordentlich hohe Absatz von Maschinen in die USA unterstrichen die gute Entwicklung. Konjunkturbremsen waren und sind hingegen die anhaltenden Störungen der Lieferketten und Engpässe an den Material- und Beschaffungsmärkten. Klaus Schröter, Vorsitzender des IFFA-Fachbeirats und Vorsitzender der VDMA Fachabteilung Fleischverarbeitungsmaschinen sagt: „Wir freuen uns sehr, dass die IFFA 2022 zum turnusgemäßen Termin stattfinden kann. Alle Aussteller werden zahlreiche Innovationen für die effiziente und nachhaltige Produktion und Verpackung von Fleisch und alternativen Proteinen zeigen. Besonders freuen wir uns auch auf den persönlichen Austausch mit den Fachbesuchern aus aller Welt.“

Das deutsche Fleischerhandwerk, eine der wichtigsten Besuchsgruppen der IFFA, will vor dem Hintergrund eines anhaltenden Personalmangels in Automatisierung und Digitalisierung investieren. Einer aktuellen Befragung der Mitglieder des Deutschen Fleischer-Verbandes (DFV) zufolge planen knapp über 50 Prozent der handwerklichen Fleischereien überdurchschnittlich hohe Investitionen im Jahr 2022. Herbert Dohrmann, Präsident des DFV: „Auf der IFFA werden wir auch dieses Mal technologische Neuerungen finden, die unsere Betriebe weiterbringen. Wir brauchen Innovationen, die dabei helfen Energie zu sparen und das Klima zu schonen, Arbeitsprozesse zu erleichtern, die Qualität unserer Produkte zu erhöhen und Kunden zu binden oder sogar neue zu gewinnen.“

Wachstumsfeld alternative Proteine

Erstmals in ihrer über 70-jährigen Geschichte erweitert die IFFA ihre Produktnomenklatur deutlich und präsentiert Technologien und Lösungen für pflanzlichen Fleischersatz und alternative Proteine. Damit folgt sie einem Ernährungstrend, der derzeit hohe Wachstumsraten verzeichnet. In einer kürzlich veröffentlichten Studie geht das US-amerikanische Good Food Institute davon aus, dass der Absatz von pflanzlichem Fleischersatz im Jahr 2030 etwa sechs Prozent des weltweiten Fleischmarkts ausmachen wird. Derzeit ist Westeuropa der weltweit größte Markt für pflanzenbasierte Lebensmittel. Etablierte Unternehmen der Lebensmittelindustrie haben die Bedeutung des Segments erkannt und investieren entsprechend. Der Umsatz mit pflanzenbasiertem Fleischersatz im europäischen Einzelhandel lag 2021 bei 2,3 Milliarden Euro – 19 Prozent mehr als im Vorjahr. Über 200 Aussteller der IFFA bieten Produkte für die Herstellung von Fleischalternativen an. Darüber hinaus gibt es im Rahmenprogramm weiterführende Informationen rund um das zukunftsweisende Thema. Neue Partner der IFFA, wie der Bundesverband für alternative Proteinquellen BALPro, das Good Food Institute Europe sowie die Ernährungsorganisation ProVeg, bringen ihr Know-How ein. 

Alle Informationen rund um die IFFA unter: www.iffa.com

Mit aktuell vier Fachmessen begleitet die Messe Frankfurt das dynamische Wachstum der globalen Lebensmittelindustrie. Weiterführende Informationen unter:
www.food-technologies.messefrankfurt.com

[1] Pflanzenbasiertes Fleisch: Umsatz in Westeuropa steigt um 19 Prozent auf einen Rekordwert von 2,3 Milliarden Euro - vegconomist: Das vegane Wirtschaftsmagazin

Pressetermin

  • Eröffnung und Messerundgang mit dem hessischen Staatsminister für Finanzen Michael Boddenberg, der Frankfurter Stadträtin Stephanie Wüst und dem Stadtkämmerer und Dezernent für Finanzen, Beteiligungen und Personal der Stadt Frankfurt Dr. Bastian Bergerhoff am 14.5., 10 Uhr, IFFA Factory Area, Halle 11.1

Themen, Informationen und Ansprechpartner zur IFFA, eigens aufbereitet für die Berichterstattung der Tages- und Wirtschaftspresse, finden sich unter: www.iffa.com/medienthemen

IFFA
Technology for Meat and Alternative Proteins

Die Veranstaltung findet vom 14. - 19. Mai 2022 statt.

Presseinformationen & Bildmaterial:
http://IFFA.messefrankfurt.com/presse

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Ihr Kontakt

Antje Schwickart

Media Relations Referentin, Presse

Antje Schwickart

Hintergrundinformation Messe Frankfurt

Die Unternehmensgruppe Messe Frankfurt ist die weltweit größte Messe-, Kongress- und Eventveranstalterin mit eigenem Gelände. Zum Konzern gehören rund 2.300* Mitarbeitende im Stammhaus in Frankfurt am Main und in 30 Tochtergesellschaften weltweit. Das Unternehmen hat im Jahr 2021 zum zweiten Mal in Folge mit den Herausforderungen der Pandemie zu kämpfen. Der Jahresumsatz wird rund 140* Millionen Euro betragen, nachdem vor der Pandemie im Jahr 2019 noch mit einem Konzernumsatz von 736 Millionen Euro abgeschlossen werden konnte. Auch in den schwierigen Zeiten der Corona-Pandemie sind wir mit unseren Branchen international vernetzt. Die Geschäftsinteressen unserer Kund*innen unterstützen wir effizient im Rahmen unserer Geschäftsfelder „Fairs & Events“, „Locations“ und „Services“. Ein wesentliches Alleinstellungsmerkmal der Unternehmensgruppe ist das globale Vertriebsnetz, das engmaschig alle Weltregionen abdeckt. Unser umfassendes Dienstleistungsangebot – onsite und online – gewährleistet Kund*innen weltweit eine gleichbleibend hohe Qualität und Flexibilität bei der Planung, Organisation und Durchführung ihrer Veranstaltung. Unsere digitale Expertise bauen wir um neue Geschäftsmodelle aus. Die Servicepalette reicht von der Geländevermietung über Messebau und Marketingdienstleistungen bis hin zu Personaldienstleistungen und Gastronomie. Hauptsitz des Unternehmens ist Frankfurt am Main. Anteilseigner sind die Stadt Frankfurt mit 60 Prozent und das Land Hessen mit 40 Prozent.

Weitere Informationen: www.messefrankfurt.com

* vorläufige Kennzahlen 2021