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IFFA zeigt Querschnitt der Verpackungstechnik

Der demoskopische Wandel in den industrialisierten Ländern, speziell in Europa, stellt die Lebensmittelindustrie als Ganzes vor große Herausforderungen. Insbesondere die Fleisch- und Wurstwarenindustrie hat diese angenommen und arbeitet erfolgreich an Konzepten, die kleinere Nachfragemengen befriedigen und zugleich die wachsenden Wünsche des Verbrauchers nach mehr Convenience erfüllen. Das Verhältnis von SB-Packungen zu lose verkaufter Ware (in Deutschland etwa zwei Drittel zu einem Drittel) beschleunigt die Reaktionsgeschwindigkeit der Branche. Die Vielfalt verpackter Fleisch- und Wurstwaren spiegelt sich in der wachsenden Palette der Verpackungsvarianten. Dies fordert die Industrie zunehmend heraus, das Wissen um die Verpackungstechnik zu stärken. Gesetzliche Anforderungen an die Hygiene müssen ebenso erfüllt werden wie die Marktgesetze, die nur mit höchstmöglicher Produktions- und Verpackungsflexibilität beantwortet werden können.

Auf der IFFA, Internationale Leitmesse der Fleischwirtschaft, vom 8. bis zum 13. Mai in Frankfurt am Main, zeigen die Aussteller einen Querschnitt der relevanten Verpackungstechnik, von der Abpackstraße bis hin zu den wichtigen Peripheriegeräten für die Etikettierung sowie Waagen und Kennzeichnungstechnik.

Verpackungsmaschinen der jüngsten Generation, die sensible Fleisch- und Wurstwaren sicher und qualitätsbewahrend verpacken, erfüllen die Hygiene-Vorgaben der europäischen Norm ISO 14159 (bzw. der deutschen Industrienorm DIN EN 1672-2). Entsprechend bieten sie die Möglichkeit der effizienten Reinigung, um auch mikrobiologische Sicherheit herzustellen. Das ist nicht zuletzt von Bedeutung, um die vom Handel gewünschten Mindesthaltbarkeitszeiten der angebotenen Waren einzuhalten: Auch wenn ein schneller Abverkauf der Produkte immer prioritäres Ziel des Handels ist, so stellen moderne Logistik- und Distributionsfaktoren doch die Anforderung längerer MHD. Die Verpackung muss also die einwandfreie Qualität von Fleisch- und Wurstwaren über längere Zeiträume gewährleisten, zugleich bessere Handhabbarkeit („Convenience“) bieten und im idealen Fall leicht zu öffnen und wiederverschließbar sein. Die zielführende Kombination von Maschinentechnik und Verpackungsmaterial obliegt den Unternehmen der Fleisch- und Wurstwarenindustrie, die von den Unternehmen der Verpackungsindustrie sehr individuelle Unterstützung benötigen.

Zunehmende Bedeutung erhalten Kunststofffolien als Verpackungsmaterial, die Schalen oder Deckelfolien für die meistgenutzten Verpackungsformen (Tiefziehen, Thermoformen, Vakuum-oder Schutzgasverpackungen) bilden. Viele Hersteller arbeiten derzeit intensiv daran, die Problematik des Siegelns bzw. Verschweißens von Packungselementen zu verbessern. Auf diesem Gebiet besteht großes Optimierungspotenzial, das sowohl wirtschaftliche als auch qualitative Verbesserungen verspricht.

Nachhaltigkeit macht vor keinem Detail halt

Diverse Barrierefolien sind für diese hochanspruchsvollen Verpackungsaufgaben verfügbar. Die von vielen Anforderungen geprägte Verpackungstechnik wird noch komplexer, weil auch der Markt im Zuge der Nachhaltigkeitsdiskussion weitere Forderungen aufstellt.

In der Folge befassen sich Folien- wie auch Maschinenhersteller mit den Möglichkeiten der sogenannten Bio-Folien, die entweder auf nachwachsenden Rohstoffen basieren und/oder nach Gebrauch den Weg der Kompostierung gehen können.
Die Ziele der Nachhaltigkeit, allgemein formuliert, lauten: Erhalt der Artenvielfalt, Klimaschutz, Pflege von Kultur- und Landschaftsräumen sowie schonender Umgang mit der natürlichen Umgebung. Und doch ist nachhaltiges Handeln oder Wirtschaften nur bedingt an objektiven Werten zu messen. Für eine objektive Betrachtung müssen viele Faktoren berücksichtigt werden, denn konsequent gelebte Nachhaltigkeit umfasst mehr als den „carbon footprint“ oder eine produktbezogene Ökobilanz. Die Diskussionen der Experten zeigen, dass unterschiedliche Einzelthemen sehr uneinheitlich bewertet werden.

Da die Fleisch- und Wurstwarenindustrie in allen Gliedern der Lieferkette durch das Thema herausgefordert ist, positioniert sich auch die zuliefernde Verpackungsindustrie als Entwicklungspartner, um neue Antworten zu finden.

Die Fleisch- und Wurstwarenindustrie stellt an die Verpackung ganz konkrete Forderungen. Sie verlangt Lösungen, die die Belange des Marketings berücksichtigen und einen optimalen CO2-Verbrauch bei der Herstellung der Verpackung erzielen. Weitere wichtige Anforderungen betreffen die Maschinengängigkeit, einen optimalem Produktschutz bei minimalem Ressourcenverbrauch, eine hervorragende Recyclingfähigkeit und nicht zuletzt die Einsetzbarkeit über große Temperaturbereiche und Distributionswege hinweg.

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